Waschmaschinen von Bosch lagen 2016 auf Platz zwei, was die Markanteile in Deutschland angeht. Rund jede siebte Waschmaschine kommt hierzulande aus dem Hause Bosch. Wenn ich mir die aktuellen Bosch Geräte allerdings näher anschaue, fällt sofort eine frappierende Ähnlichkeit zu den Waschmaschinen von Siemens auf. Dafür gibt es auch einen Grund: lange Zeit arbeiteten die beiden Traditionsunternehmen in der Sparte Haushaltsgeräte eng zusammen und 2014 übernahm Bosch diese Kooperation schließlich komplett.

Macht es also gar keinen Unterschied, ob ich eine Waschmaschine von Bosch oder Siemens kaufe? Dieser Frage gehe ich hier einmal nach.


Geschichte der Bosch Waschmaschinen

Bosch zeigte seine erste Waschmaschine 1958 in den Wirtschaftswunderjahren, wo eigentlich alle renommierten deutschen Waschmaschinen-Marken ihre Wurzeln haben. Schon zwei Jahre später entwickelt man daraus den ersten Bosch Waschvollautomaten.

Frontlader dominierten zwar bald die Modellpalette, behielten bei Bosch aber bis in die Siebzigerjahre eine typische Eigenheit, die ich sonst nur bei Topladern finden konnte. Ihre Schalter und Bedienelemente waren alle am hinteren oberen Rand der Maschine platziert, bevor sie in den Achtzigerjahren an die übliche Position oben auf der Frontseite rückten. Dem Erfolg der Waschmaschinen tat diese etwas gewöhnungsbedürftige Anordnung aber keinen Abbruch – Bosch gehörte von Anfang an zu Deutschlands erfolgreichsten Waschmaschinen-Herstellern.

Die nun beginnende Zusammenarbeit mit Siemens fand sich bald in den Waschmaschinen von Bosch wieder. Das Siemens Aqua-Stop-System aus dem Jahr 1985 gehörte kurz darauf auch zum Lieferumfang neuer Bosch Maschinen. Im Bereich Energiesparen arbeiteten die beiden Unternehmen ebenfalls eng zusammen und so bot Bosch bereits Mitte der Achtzigerjahre viele Waschmaschinen an, die mit messbar reduziertem Strom- und Wasserverbrauch punkten konnten.

2010 übernahm Bosch eine weitere, große Waschmaschinen-Innovation direkt von Siemens in seine Geräte: die iDos-Dosierautomatik, mit der ich jede Menge Waschmittel und Zusätze spare, mit der ich aber vor allem meiner Wäsche immer die idealen Mengen an Reinigern für ein optimales Waschergebnis zuführe.

Ein Blick in die Geschichte zeigt damit jede Menge Parallelen für die Waschmaschinen von Bosch und Siemens. Große Unterschiede konnte ich hier noch nicht entdecken.


Was zeichnet Bosch Waschmaschinen aus?

Sehr gute Verarbeitung und ebensolche Waschleistung, viele Zusatzfunktionen und ein geringer Verbrauch von Strom und Wasser sind die wichtigsten Pluspunkte der Waschmaschinen von Bosch.

Bei der Sparsamkeit genügen die gängigen Energielabel und Verbrauchskategorien längst nicht mehr und so arbeitet Bosch hier mit einer eigenen Systematik, die in Prozent anzeigt, um wie viel das jeweilige Modell die eigentlich beste Kategorie A+++ noch einmal unterbietet. Das sieht dann zum Beispiel so aus: A+++ -30Prozent oder A+++ -50Prozent. Aber auch diese extrem sparsamen Maschinen und die entsprechende Kategorisierung finde ich sowohl bei Bosch als auch bei Siemens. Also suche ich weiter nach Unterscheidungsmerkmalen.


Die neuesten Funktionen und Innovationen von Bosch Waschmaschinen 2017

iDos ist auch 2017 noch ein Highlight bei diesen Waschmaschinen. Es funktioniert mittlerweile sogar auf einen einzigen Knopfdruck hin und passt Waschmittel oder Weichspüler dann vollautomatisch und auf den Milliliter genau an meine eingelegte Wäsche und deren Menge an.

Das klappt natürlich nur deswegen so perfekt, weil Bosch gleichzeitig eine intelligente Beladungserkennung mit umfangreicher Sensorik einbaut. Die hilft mir dann weiter beim Sparen, weil sie für die einzelnen Waschprogramme die optimale Wassermenge berechnen kann und auch bei den Waschtemperaturen sparsam mit dem Strom zum Aufheizen umgeht.

Mit der Nachlege-Funktion haben Waschmaschinen von Bosch außerdem eine wirklich praktische Alltagshilfe an Bord. Selbst wenn die Maschine schon eine Viertelstunde läuft, kann ich dabei noch das Bullauge öffnen und Wäsche hinzufügen, die ich vorher vergessen oder übersehen hatte.

Diese ganze Technik und andere Funktionen verpackt Bosch für mich auch im kleinen Slimline-Format, das rund 15 Zentimeter schlanker ausfällt als eine gewöhnliche Waschmaschine. Damit kann ich selbst bei wenig Platz in Bad oder Küche noch einen Frontlader installieren und muss nicht unbedingt zu einem Toplader-Modell greifen, das ich bei Bosch aber ebenfalls finden würde.


Sollte ich meine Bosch Waschmaschine besser online oder vor Ort kaufen?

Bosch Waschmaschinen-Angebote sind online oft günstiger als bei den Händlern in meiner Stadt. Gleichzeitig erwartet mich online ein viel größeres Angebot mit unterschiedlichen Modellen, die ich außerdem in wenigen Minuten leicht miteinander vergleichen kann. Dabei finde ich nicht nur schnell den günstigsten Preis, sondern kann genauso gut einzelne Waschmaschinen und ihre Eigenschaften oder Funktionen nebeneinanderstellen, um die perfekte Waschmaschine für mich zu finden.


Wie schneiden Bosch Waschmaschinen im Test ab?

Waschmaschinen von Bosch liefern schon seit Jahren immer wieder gute oder sehr gute Testergebnisse ab und heimsten dabei auch so manchen Testsieg ein. Ende 2014 teilten sich sogar gleich zwei Bosch Geräte – die Bosch WAY28742 und die Bosch Exclusiv WAY287E25 – den Titel der besten Waschmaschine bei Stiftung Warentest.

Ein jüngeres Beispiel für einen Testsieger der Stiftung Warentest liefert dann die Bosch WAW32541, die Ende 2016 von den Test-Profis zum Sieger eines Vergleichs mit insgesamt acht Maschinen gekürt wurde. Dabei kam das Gerät auf die Note 1,6 – genau den gleichen Wert erreichte auch ein Siemens-Modell … Sind die beiden Marken also am Ende wirklich komplett identisch?


Unser Fazit zu Bosch Waschmaschinen

Ja – Waschmaschinen von Bosch und Siemens sind seit Jahren fast ausschließlich technisch baugleiche Waschmaschinen. Bei nahezu jedem Waschmaschinen-Modell von Bosch finde ich ein identisches Pendant der Marke Siemens und umgekehrt. Gemeinsam überrunden Bosch-Siemens Waschmaschinen dann selbst den Marktführer AEG klar und stellen jede vierte Waschmaschine in Deutschland: ein beachtlicher Erfolg.

Unterschiede zwischen den Geräten der beiden Marken liegen nur im Design – und beim Preis. Die Waschmaschinen von Bosch sind ähnlich wie die Siemens Modelle ebenfalls tendenziell im oberen Preissegment angesiedelt. Allerdings finde ich modellabhängig – zum Beispiel beim Waschmaschinen Vergleich online – immer wieder erhebliche Preisdifferenzen zwischen einzelnen Maschinen der beiden Marken, die technisch aber lupenreine Zwillinge sind.

Da kann ich dann manchen Euro sparen und bekomme am Ende eine Waschmaschine von Bosch, die sich in allen Belangen – Waschleistung, Waschkomfort, Qualität und Haltbarkeit – sehen lassen kann und mit Sicherheit gute Dienste bei der täglichen Wäsche leisten wird.