Wie finde ich die passende Waschmaschine?

Heute möchte ich mich einmal mit dem Thema Waschmaschinen beschäftigten. Dabei soll es weniger um einen konkreten Waschmaschinen Test gehen, sondern eher um allgemeine Informationen und die Auswahl der richtigen Waschmaschine.

Die fast 83 Millionen Deutschen lebten 2016 in rund 37 Millionen Haushalten. In fast 36 Millionen dieser Haushalte stand dabei auch eine Waschmaschine.
Mit einer Verbreitung von circa 96 Prozent steht die Waschmaschine auf Platz zwei unter den Haushaltsgeräten. Platz eins gehört dem Kühlschrank, denn den hat statistisch betrachtet wirklich jeder Haushalt.

Ist eine Waschmaschine also wirklich so wichtig wie der Kühlschrank, der meine Lebensmittel frisch hält oder Getränke kühlt? Eigentlich ja. Natürlich gibt es in manchen Mehrfamilienhäusern auch Gemeinschaftswaschmaschinen, gerade junge Leute waschen vielleicht noch bei den Eltern oder gehen in den Waschsalon, aber das alles ist nicht sonderlich praktisch und teilweise auch wenig hygienisch. Also werde ich mich früher oder später immer auf die Suche nach einer Waschmaschine machen müssen und dafür auch manchen Waschmaschinen Test lesen. Worauf muss ich dabei achten und wie finde ich nun die passende Waschmaschine?


Die richtige Auswahl meiner Waschmaschine

Für meinen Waschmaschinen Kauf gibt es drei wichtige Kriterien. Wie viel Wäsche fällt bei mir an und wie viel Platz habe ich für eine Waschmaschine? Diese beiden Punkte sind sehr wichtig für die Waschmaschinen-Auswahl, während der dritte Aspekt – ob ich besondere Waschprogramme benötige – zunächst etwas im Hintergrund steht.

Füllmenge

Ein Unterscheidungsmerkmal von Waschmaschinen ist ihre Füllmenge. Kleine Modelle fassen um die vier Kilogramm Wäsche, während ein großes Gerät auch acht oder neun Kilogramm in einem Waschgang bewältigt.
Als Single oder Paar komme ich meistens mit einer der kleineren Waschmaschinen aus. Für Familien mit Kindern machen die aber keinen Sinn, weil die Maschine dort dann quasi nonstop läuft und zusätzliche Kosten produziert.

Wohin mit der Waschmaschine?

Die Frage, ob kleine oder große Waschmaschine richtet sich aber auch nach dem Platz, den ich für die Waschmaschine zur Verfügung habe. Die Maschine braucht natürlich immer einen Strom- und einen Wasseranschluss sowie einen Ablauf.
Damit ist klar, dass sie nur im Bad, in der Küche oder vielleicht noch in einem Hauswirtschaftsraum aufgestellt werden kann, denn woanders finde ich eigentlich nie einen Wasserzufluss oder -abfluss.

Hier muss ich dann Zollstock oder Maßband zur Hand nehmen und ausmessen, für wie viel Waschmaschine in Bad oder Küche Platz bleibt. Allerdings helfen mir die Waschmaschinen-Hersteller auch ein bisschen. Sie bieten nicht nur verschieden große Waschmaschinen für unterschiedliche Wäschemengen an, sondern führen meist auch unterschiedliche Waschmaschinen-Arten, die den Platzverhältnissen bei mir zu Hause mehr oder weniger entgegenkommen.

Der Toplader

Eine Toplader Waschmaschine wird – der Name verrät es schon – von oben befüllt. Toplader sind in Deutschland eher Exoten und deutlich geringer verbreitet als andere Waschmaschinen, die von vorn beladen werden.

Auch ein Waschmaschinen Test von unabhängigen Experten dreht sich meist eher um diese ‚normalen‘ Waschmaschinen, während Toplader nur selten gründlich auf den Prüfstand kommen. Das macht die Auswahl einer solchen Maschine natürlich nicht gerade leichter.

Hier stelle ich diese Waschmaschinen gleich noch etwas näher vor und gehe auf ihre grundsätzlichen Vor- und Nachteile ein. Das Wichtigste aber vielleicht schon vorab: das häufig verbreitete Vorurteil, dass Toplader instabil sind und beim Schleudern schnell mal durch den Raum wandern, gilt heute nicht mehr. Aktuelle und jüngere Toplader fangen die früher dafür verantwortlichen Vibrationen längst gut ab und arbeiten mit einer hohen Laufruhe.

Der Frontlader

Müssen wir an eine Waschmaschine denken, entsteht wohl bei fast jedem im Kopf zuerst das Bild eines Frontladers mit großer Bullaugen-Tür auf der Vorderseite. Das liegt ganz einfach daran, dass dieser Waschmaschinen-Typ von Beginn an das Bild dieser Haushaltsgeräte bestimmt hat, die es schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als erste vollautomatische Waschautomaten gegeben hat.

Auch in den Haushalten hier werde ich nur selten Maschinen begegnen, die nicht von vorn befüllt werden. Der Marktanteil der Frontlader liegt bei rund 90 Prozent und auch fast jeder Waschmaschinen Test beschäftigt sich nur mit dieser Variante.

Die Frage, ob diese Waschmaschinen dem Toplader tatsächlich so weit überlegen sind, wie es ihre Verbreitung vermuten lässt, beantworte ich gleich noch näher. Vorher möchte ich kurz die dritte Waschmaschinen-Gattung vorstellen.

Die Einbauwaschmaschine

Waschmaschinen – vor allem die mit größeren Füllmengen – sind ziemlich voluminöse Klötze und bis auf wenige Ausnahmen auch nicht sonderlich schön anzusehen. Deswegen möchten viele sie ganz einfach in einem Schrank verstecken.
Manch einer mit großer Küche möchte die Maschine eventuell auch in seine Küchenzeile integrieren, um sich den Platz im Bad zu sparen. In solchen Fällen wird eine Einbauwaschmaschine zum Gerät der Wahl.

Hier unterscheide ich zwischen den Geräten, die einfach nur unterbaufähig sind und solchen, die auch eine Tür als Sichtschutz tragen können. Bei den Unterbauwaschmaschinen fehlt meist nur die obere Abdeckung, damit ich sie bequem unter einer Küchenplatte mit Standardhöhe installieren kann – genau wie eine Spülmaschine.
Andere Maschinen, die ich hinter einer Tür verstecken kann, sind meist ebenfalls unterbaufähig. Sie haben auf ihrer Front aber zusätzlich schon Scharniere installiert, an denen ich dann leicht eine passende Tür als Sichtschutz aufhänge.